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Erfahrung von Benno Schubert – Goettingen

Experiencia - Relatorio Out_Nov-2015 - BennoWährend der Veranstaltung hatte ich die Aufgabe, gemeinsam mit Paulo Sawasaki, die Momente und Reaktionen der Teilnehmer, mit Hilfe von Fotos, Videos und Interviews, aufzunehmen. Dies war eine interessante und angenehme Arbeit. Einen Schritt zurückzugehen und die Reaktionen und Verhaltensweisen zu beobachten, kann wirklich sehr interessant sein. Ich glaube, dass alle wirklich sehr glücklich und beschäftigt während dieser Aktivitäten waren, obwohl so viele verschiedene Menschen, mit logischerweise verschiedenen Erwartungen, zu diesem Treffen gekommen sind, aber es zeigte sich, dass alle wirklich sehr zufrieden waren, einige mehr bei der Malerei, andere bei der Kalligraphie und wieder andere haben sich über einen Vortrag besonders gefreut etc. Häufig zeigte sich auch, dass immer einer seine Unterstützung anbot, wo welche gebraucht wurde.

 

Ein weiterer wirklich interessanter Aspekt war, als ich die Teilnehmer filmte und somit sehen konnte, wie jeder einzelne seine Erfahrungen interpretiert und wie er mit ihnen umgeht, ob durch Vorträge oder Aktivitäten. Weil für den einen fiel es leicht seine Erfahrungen zu erzählen und dem anderen viel es viel schwerer, da es vielleicht ein etwas viel wichtigerer Moment in seinem Leben war. Dies zeigte mir wie wichtig es ist die Erfahrungen aufzuzeichnen. Zum Beispiel filmte ich zwei Frauen (eine die seit kurzer Zeit Mitglied ist und ein Nicht-Mitglied), sie waren sehr überrascht, als sie die Erfahrung eines langjährigen Mitgliedes hörten, die erzählte wie schwierig es sich egal unter welchen Umständen immer bedanken soll. In diesem Moment waren sie sehr zufrieden, da sie verstanden haben, dass es noch eine Evolution der Dankbarkeit gibt, die Schritt für Schritt, seinen eigenen Rhythmus entwickelt. Insbesondere realisierten sie, dass es viele Menschen gibt, die mit ähnlichen Problemen kämpfen müssen und es ihnen genauso schwer fällt diese Praxis umzusetzen und sie jetzt  nicht mehr die einzigen waren. Von diesem Moment an verstanden sie, dass sie sich dafür nicht mehr bestrafen müssen, sondern einfach nach und nach die Praxis der Dankbarkeit durchführen sollen bis sie in der Lage sind es in seiner Gesamtheit tun zu können.

 

Eine weitere Erfahrung, die meine Aufmerksamkeit erregte, war von einer Dame, die kein Mitglied ist aber ihre Mutter zu diesem Treffen begleitete. Sie erklärte mir, dass sie sich während der Diskussion über „Ultra-Religion“, fehl am Platz fühlte, da sie kein Mitglied ist und sich mit diesem Thema nicht auskennt. Jedoch als das Thema „natürlicher Ackerbau“ angesprochen wurde, erzählte Sie, dass sie und ihr Mann seit einiger Zeit Lebensmittel im Garten pflanzen und diese auch verkaufen. Ich erkannte, dass auch wenn man nicht religiös ist, ihr Mann und Sie trotzdem als Werkzeug Gottes benutzt werden können. So fühlte sie sich plötzlich als ein Teil der Gruppe. Diese Erfahrung erzählte sie mir mit einem riesigen Grinsen im Gesicht, es war sehr leicht zu erkennen wie glücklich sie war.

 

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die Erlaubnis hatte für Gottes Werk nützlich zu sein, auch verbunden mit dem Stress und der Schwierigkeiten die jeden Tag während der Veranstaltung auf uns zukamen. Ich fühlte ein immenses Glück, da ich zusammen mit meinen Vorfahren dienen durfte und am Vorfahrengottesdienst teilhaben durfte. Während der Organisation, war es sehr schön zu sehen wie glücklich alle waren. Wir waren wie eine Familie, eine wirklich paradiesische Atmosphäre.

 

Vielen Dank lieber Gott und Meishu-Sama, für die Ehre, dass ich bei der Organisation der Veranstaltung mithelfen durfte, für Ihr Vertrauen, für die Geduld mit mir und für die erworbene Erfahrung. Ich danke auch allen die aktiv und passiv mitgeholfen haben, um dies erst alles möglich zu machen, ob finanziell, durch Lebensmittelspende, eure Zeit oder auch durch Sonen.

 

Vielen Dank

Benno M. Schubert.